Thessaloniki 2011/12
Donnerstag, 7. Juni 2012
Nafplio – Mykene – Epidauros
Die nächste Station auf der Peloponnes war Nafplio, eine kleine Hafenstadt, die der Ausgangspunkt für die antiken Stätten Mykene und Epidaurus war. Da uns durch eine überraschend gute Busverbindung zusätzliche Zeit in Nafplio geschenkt worden war, bestiegen wir bereits kurz nach unserer Ankunft die 922 Stufen hinaus zur Burg. Von dort hatten wir eine tolle Sicht über die ganze Kleinstadt und die Weite des Meeres. Auf dem Weg zum Strand kommt man an mit blühenden Kakteen übersähten Hängen vorbei. Auch die Farbe des Meeres war wunderschön, einziger Wehrmutstropfen war, dass der Strand aus grobem Kies bestand, den man zum Schwimmen erst überwinden musste.
Beim Besuch der vorklassischen Akropolis von Mykene muss man das beeindruckende Löwenportal passieren. Die Mauern bestehen aus gigantischen Steinen, die der Sage nach von Zyklopen aufgetürmt wurden. Die Festung war für längere Belagerungen eingerichtet, daher kann man die ehemalige Zisterne scheinbar endlos tief begehen. Von der Akropolis bietet sich ein toller Blick auf die gigantischen Obstplantagen, die umliegenden Gebirge und das nahe Meer.
Das imposanteste und auch heute noch auffälligste Bauwerk von Epidauros ist zweifellos das große, in einen Hang gebaute Theater mit grandiosem Blick auf die Berglandschaft der Argolis. Jeder Platz bietet einen guten Blick auf das Zentrum, von welchem aus die Akustik auch modernen Ansprüchen genügen würde.





Portal des Palastes von Mykene





Theater von Epidaurus

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Olympia
Kurz vor dem Beginn der olympischen Sommerspiele der Neuzeit in London besuchten wir die Wettkampfstätte der antiken Welt in Olympia. Auch heute noch muss das olympische Feuer von hier aus alle vier Jahre in die Welt getragen werden. Die zahlreichen Tempel auf dem Gelände machen die ursprüngliche Bedeutung Olympias als Huldigungsort der Götter deutlich. Die sportlichen Wettkämpfe dienten anfangs lediglich als Rahmenprogramm, gewannen aber mit der Zeit eine immer größere Bedeutung. Dort wurden auch politschen Entscheidungen getroffen, Bündnisse geschlossen und während der Spiele herrschte dank festgeschriebener Waffenruhe ein geeinigtes Griechenland. Heute ist Olympia ein Tourismusmagnet, was sich an den zahlreichen Hotels, Souvenierläden und Reisebussen (über 20!) zeigt. Zu unserem Glück standen wir schon bei Toresöffnung bereit und konnten so die heranströmenden Massen umgehen und so auch die Landschaft genießen. Rund um das Festgelände zeigt sich die Natur in ihren schönsten Farben und scheint abgeschnitten von der Außenwelt.









Stadion

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Athos – Kloster Vatopedi
Mit Kleidung und Proviant für drei Tage im Rucksack machte ich mich früh morgens um halb 5 auf, um einige Tage auf der Mönchshalbinsel Athos zu verbringen. Da Frauen dort keinen Zutritt haben, durfte Julia diese Reise leider nicht antreten. Nach einigen Stunden in Bussen und auf Schiffen erreichte ich mein Ziel, das orthodoxe Kloster Vatopedi, das mit 120 Mönchen zweitgrößte Kloster von Athos, wo mir von einem sehr neugierigen aber freundlichen Mönch umgehend ein Bett in einem 6er-Zimmer zugewiesen wurde. Danach erhielt ich eine kleine Stärkung aus der Klosterküche, bevor ich mich zu einem kleinen Spaziergang aufmachte. Da das Wetter und die Landschaft einfach herrlich waren, kehrte ich auch erst wieder zum Gottesdienst um 16.30 wieder zum Kloster zurück. Überhaupt besteht das Klosterleben überwiegend aus Beten und Arbeiten, Ora et Labora, daher verwundert es nicht, dass sich die Mönche vier mal am Tag in der Kirche einfinden, nämlich um 4.00, 7.00, 16.30 und 19.00 Uhr. Hierbei hört man die Gebeten und Chorälen der den Gottesdienst leitenden Mönche zu, um am Ende die aufgestellten Ikonen und Reliquien durch einen Kuss zu ehren. Täglich erhält man zwei Mahlzeiten, bestehend aus einer warmen Hauptspeise und Wein. Man gewöhnt sich auch sehr schnell daran morgens gegrillten Fisch, Oliven und Wein zu essen, auf jeden Fall besser als Wasser und Brot. Das Frühstück steht um 8.00 Uhr, das Abendessen um 17.30 Uhr bereit. Bevor man zu essen beginnt, spricht ein Pater ein kurzes Gebet, danach darf begonnnen werden. Während des gesamten Essens ertönen über einen Lautsprecher orthodoxe Gebete. Im Anschluss daran erheben sich alle Gäste des Klosters und warten bis die Mönche den Speisesaal verlassen haben, um dann hinter ihnen den Raum zu verlassen, während man am Eingang einige sich verneigende Mönche passiert. Den Besuchern steht es frei den Mönchen über den Mittag ein wenig zur Hand zu gehen. So stand es für mich außer Frage, dass ich Pater Stefanos half die Zimmer der Gäste herzurichten, wofür ich ein süßes Dankeschön erhielt. Nach diesen drei Tagen im orthodoxen Kloster wird mir bewusst, wie anstrengend das Leben der Mönche ist und dass ich diesen Weg, bei allem nötigen Respekt, sicher nie einschlagen werde.









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