Thessaloniki 2011/12
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Montag, 14. Mai 2012
Istanbul
Nach einer 10-stündigen Busfahrt erreichten wir um 6.30 Uhr in der Frühe den Istanbuler Busbahnhof, wo wir verzweifelt eine Wechselstube suchten, um die Metrotickets in türkischer Lira bezahlen zu können, was uns schließlich an einem Kiosk gelang. Schon auf der Fahrt zum Hotel waren wir beeindruckt von der großen Masse an Moscheen, die das Stadtbild prägen. Unser Hotel lag in dem Stadtviertel Beyoglu, in dem sich auch viele internationale Botschaften befinden, daher war die Gegend sehr europäisch, was anhand der Kleidung und dem Fehlen von Kopftüchern zum Ausdruck kam. Die Hauptsehenswürdigkeit und gleichzeitig unser Orientierungspunkt, um das Hotel wiederzufinden, war der Galata-Turm, der 1349 von den Genuesern erreichtet wurde und heute als Aussichtsplattform und Nobelrestaurant dient. Schon bei unserem ersten Stadtrundgang merkten wir, dass man für den Besuch der Hauptsehenswürdigkeiten Istanbuls, wie die Hagia Sophia oder dem Topkapi-Palast, früh aufstehen muss, da Unmengen von Touristen täglich das gleiche Ziel haben.
Die Hagia Sophia, welche als byzantinische Kirche gebaut wurde, fand nach der Eroberung Konstantinopel 1453 Verwendung als Moschee und dient heute als Museum. Besonders die Mosaike mit christlichen Motiven, die in der ganzen Kirche verstreut sind, fanden wir besonders schön. In unmittelbarer Nähe zur Hagia Sophia steht die Sultan-Ahmed-Moschee. Diese wurde 1616 erbaut, um ein neues Zeichen für den Islam zu setzen und die Hagia Sophia als Hauptmoschee Istanbuls abzulösen. Aufgrund der großen Touristenmassen, die täglich scheinbar non-stop in die Moschee strömen, ist sie heute mehr Tourismusmagnet als religiöses Zentrum. So braucht man auch keine langen Sachen mehr zu tragen, sondern bekommt Umbindetücher am Eingang. Fremd und zugleich faszinierend sind die lautstarken islamischen Gesänge, die mehrmals täglich aus allen Lautsprechern der Minarette der Stadt ertönen. Ein großes Highlight ist der Topkapi-Palast, der neben zahlreicher Sammlungen von Schätzen auch den Harem der Sultane beherbergt. Die Wände und Räume dort entführten uns in das Ambiente von 1001 Nacht. Dennoch hat man den Eindruck, dass die Frauen und Mädchen, obwohl es ihnen an nichts mangelte, in einem goldenen Käfig gefangen waren. Weitere Ausflugsziele waren der Aquädukt, die Theodosius-Landmauer und das Archäologischen Museum, doch hätten sich bestimmt noch 1000 Dinge in dieser geschichtsträchtigen und farbenfrohen Stadt finden lassen.
Besonders die beiden großen Basare der Stadt haben es uns angetan. Während man auf dem Großen Basar, der komplett überdacht ist und sich über 31.000 m2 erstreckt, alles kaufen kann, was es gibt, hat sich der Ägyptische Basar auf Gewürze und Süßwaren, die so genannten Baklava, spezialisiert. Auch lohnt sich ein Gang in die Gässchen um den Basar herum. Dort findet man, besonders bei der Universität, die Nähereien und Schneidereien, welche die „Markenartikel“, die auf dem Basar mit bis zu 200% Aufschlag verkauft werden, zu Ramschpreisen verkaufen. Nach zwei Handtaschen, einem Geldbeutel, zwei Kaschmir-Schals, Gewürzen und einem Deutschland-Trikot mussten wir uns bremsen, da wir keinen Platz mehr im Koffer hatten. Ebenso findet man dort die winzigen Restaurants, in denen die Einheimischen speisen. Besonders zu empfehlen sind Hummus, Pide, Kichererbsen-Pilaw und sämtliche Kebab-Variationen. Unser kulinarisches Highlight war allerdings Balik Ekmek, zu Deutsch Fischbrötchen, das einem fangfrisch auf kleinen Grills direkt am Bosporus zubereitet wird. Gleich an vier von fünf Tagen genossen wir auf kleinen Plastik-Stühlchen unser Fischbrötchen zum Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline Istanbuls.
Wir werfen einen letzten Blick aus dem Busfenster auf Istanbul und halten fest, dass diese Stadt, mit seinen Widersprüchen, Farben und Menschen die Brücke zwischen Orient und Okzident darstellt.

Galata-Turm (Wegweiser zum Hotel)

Hagia Sophia

eines der zahlreichen Mosaike

in der Hagia Sophia

Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee)

in der Blauen Moschee

Juli im Harem

Theodosius-Landmauer

der Aquädukt

Baklava

auf der Galata-Brücke: unser Abendessen wird gefangen

Balik Ekmek



Blick während des Abendessens über den Bosporus

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Chalkidiki
Dieser Bericht über die Chalkidiki sollte zum Einen den Kurztrip von Julia und Mama auf den mittleren Finger der Chalkidiki, die Sithonia, und zum Anderen Freddys Athos-Abenteuer auf dem „Mönchsfinger“ beinhalten. Da der Ausflug zu den orthodoxen Mönchen bisher leider nicht geklappt hat, kann hier nur über das Mutter-Tochter Wochenende auf der Sithonia berichtet werden. Der Athos-Ausflug wird, wenn Zeus will, demnächst noch folgen.
Mit der hiesigen Busgesellschaft Ktel ging es durch das Landesinnere an unzähligen Olivenhainen vorbei bis nach Nikiti, wo wir endlich das kristallklare, blau-türkise Meer des Golfs von Toroneos und unser Hotel erreichten. Da meine Mama sich jedoch gegen Erholungstage auf der Strand- und Badehalbinsel Kassandra entschieden hat, starteten wir gleich mit einem Spaziergang durch die wilde, bergige – und wie sich später herausstellen sollte einsame- Landschaft der Sithonia nach Agios Nikolaos. Der geplante 2,5-stündige, semi-anstrengende Spaziergang entwickelte sich jedoch zu einem 6-stündigen Gewaltmarsch mit Klettereinlage, da wir der Meinung waren eine tolle „Abkürzung“ gefunden zu haben. Wieder überglücklich und zutiefst erschöpft in Marinas kleines Hotel angekommen waren wir uns jedoch einig, dass dies ein wirklich schöner Tag durch die traumhafte Landschaft war, den wir bestimmt so schnell nicht mehr vergessen werden. Von nun an gingen wir es wesentlich gemütlicher an, starteten morgens mit einem ausgiebigen Frühstück mit Blick auf das Meer und den kleinen Hafen Nikitis und beendeten den Tag mit einem leckeren Fischgericht in der hoteleigenen kleinen Ouzeri. An einem der Tage erkundeten wir mit einem Mietwagen, alias unserer „Roten Rakete“, die Halbinsel, indem wir die rund 120 km lange Küste abfuhren. Besonders schön war der Blick von Sarti auf den Berg Athos mit seiner schneebedeckten Spitze, aber auch die unberührte Landschaft mit den zahlreichen Ziegenherden und den farbigen Bienenstöcken, die es scheinbar überall auf ganz Sithonia gibt, haben uns verzaubert.
Den Abschluss unserer Mutter-Tochter-Tour bildeten die Besuche von zwei Klöstern, wo wir für ein frühes Aufstehen mit einer orthodoxen Messe, einem griechischen Kaffee mit Teilchen und einem Gespräch mit Nonnen belohnt wurden. So erhielten wir einen tollen Einblick in das orthodoxe Klosterleben und erwarben hausgemachte Klostermarmelade und Honig.
Die Sithonia, mit ihren vielen Facetten ist wirklich erstaunlich, doch wirklich Staunen musste ich über Mamas schier unerschöpfliche Energie und ihren Elan. So musste ich mich erstmal von dem Urlaub erholen und bin insgeheim dankbar in Freddy einen gemütlicheren Reisepartner zu haben :)



"Rote Rakete"

so könnte einfach jeder Tag starten...

Bienenstöcke



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