| Thessaloniki 2011/12 |
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Donnerstag, 7. Juni 2012
Athos – Kloster Vatopedi
die auswanderer, 20:55h
Mit Kleidung und Proviant für drei Tage im Rucksack machte ich mich früh morgens um halb 5 auf, um einige Tage auf der Mönchshalbinsel Athos zu verbringen. Da Frauen dort keinen Zutritt haben, durfte Julia diese Reise leider nicht antreten. Nach einigen Stunden in Bussen und auf Schiffen erreichte ich mein Ziel, das orthodoxe Kloster Vatopedi, das mit 120 Mönchen zweitgrößte Kloster von Athos, wo mir von einem sehr neugierigen aber freundlichen Mönch umgehend ein Bett in einem 6er-Zimmer zugewiesen wurde. Danach erhielt ich eine kleine Stärkung aus der Klosterküche, bevor ich mich zu einem kleinen Spaziergang aufmachte. Da das Wetter und die Landschaft einfach herrlich waren, kehrte ich auch erst wieder zum Gottesdienst um 16.30 wieder zum Kloster zurück. Überhaupt besteht das Klosterleben überwiegend aus Beten und Arbeiten, Ora et Labora, daher verwundert es nicht, dass sich die Mönche vier mal am Tag in der Kirche einfinden, nämlich um 4.00, 7.00, 16.30 und 19.00 Uhr. Hierbei hört man die Gebeten und Chorälen der den Gottesdienst leitenden Mönche zu, um am Ende die aufgestellten Ikonen und Reliquien durch einen Kuss zu ehren. Täglich erhält man zwei Mahlzeiten, bestehend aus einer warmen Hauptspeise und Wein. Man gewöhnt sich auch sehr schnell daran morgens gegrillten Fisch, Oliven und Wein zu essen, auf jeden Fall besser als Wasser und Brot. Das Frühstück steht um 8.00 Uhr, das Abendessen um 17.30 Uhr bereit. Bevor man zu essen beginnt, spricht ein Pater ein kurzes Gebet, danach darf begonnnen werden. Während des gesamten Essens ertönen über einen Lautsprecher orthodoxe Gebete. Im Anschluss daran erheben sich alle Gäste des Klosters und warten bis die Mönche den Speisesaal verlassen haben, um dann hinter ihnen den Raum zu verlassen, während man am Eingang einige sich verneigende Mönche passiert. Den Besuchern steht es frei den Mönchen über den Mittag ein wenig zur Hand zu gehen. So stand es für mich außer Frage, dass ich Pater Stefanos half die Zimmer der Gäste herzurichten, wofür ich ein süßes Dankeschön erhielt. Nach diesen drei Tagen im orthodoxen Kloster wird mir bewusst, wie anstrengend das Leben der Mönche ist und dass ich diesen Weg, bei allem nötigen Respekt, sicher nie einschlagen werde.
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Letzte Aktualisierung: 2013.07.10, 09:43 status
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