| Thessaloniki 2011/12 |
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Dienstag, 15. November 2011
Internationale Filmfestspiele
die auswanderer, 20:21h
Am Sonntag gingen die 52. internationalen Filmfestspiele von Thessaloniki zu Ende. Als Studenten genossen wir das große Privileg sämtliche Filme vor 15.00 Uhr umsonst anschauen zu dürfen. Davon machten wir gleich 3x Gebrauch.
Film 1: "Pizza King" Eine dänische Produktion mit arabischen, englischen und dänischen Sprechbeiträgen, sowie englischem und griechischem Untertitel. Obwohl sich das Ganze sehr kompliziert anhört, konnte man dem Film sehr gut folgen. Er handelte von arabischen Migranten in Dänemark, die ein kleinkriminelles Leben führen, aber gleichzeitig nach einem bürgerlichen Leben streben. Film 2: "Good news" Da es sich um einen österreichischen Film in deutscher Sprache handelte, gingen wir voller Euphorie ins Kino. Wir sahen dort einen künstlerisch gestalteten Film, der die Trostlosigkeit der Migranten in Österreich am Beispiel der Zeitungsverkäufer schildert. Die zahlreichen Zuschauer, die während des Films den Saal verließen, spiegelten auch unsere Meinung wider. Regisseur Ulrich Seidl: Never, ever! Film 3: "A little closer" Dieser amerikanische Film erzählt die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Söhnen. Trotz der schwachen sozialen Lage und diverser Probleme hält die Familie letztendlich zusammen und kämpft sich gemeinsam durchs Leben. Am Ende der 90 Minuten ertönte im Kinosaal Applaus. Unser Resümee: Die bei Filmfestspielen gezeigten Filme sind sehr speziell und doch sind wir froh, dass wir daran teilhaben durften. Kleine Notiz am Rande. Während dieser zwei Wochen zeigte sich die Stadt von ihrer besten und schönsten Seite, so wurde zu diesem Anlass bereits die gesamte Weihnachtsbeleuchtung installiert. ![]() ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Dienstag, 8. November 2011
Bouzouki-Abend
die auswanderer, 19:28h
Am Wochenende wurden wir von Nikos, unserer griechischen guten Seele, zu einem echten griechischen Abend in eine Taverne eingeladen. Daher machten wir uns ausgehfertig und gingen zur griechischen Ausgehzeit (22:30 Uhr) aus dem Haus. Nach längerem Suchen begrüßte uns Nikos vor einer sehr kleinen und unscheinbaren Tavernaki (einer kleinen Taverne), die uns ohne ihn wohl nie aufgefallen wäre. Wir betraten die aus einem einzigen Raum bestende Tavernaki, die vor lauter Menschen aus allen Nähten zu platzen drohte und hielten es kaum für möglich, dass dort noch zwei Plätze für uns sein sollten. Wir nahmen einen letzten großen Zug frischen Sauerstoff, bevor wir uns einen Weg durch den verrauchten, stickigen Raum bahnten. Am Tisch angekommen wurden wir überschwänglich von Nikos Freunden begrüßt und gleich in die Gespräche integiert. Während eine Band traditionell griechische Lieder auf ihren Bouzoukia spielte, wurden Mezedes aufgetischt. Dies sind "Appetithäppchen", die an diesem Abend aus rohem Gemüse und Obst bestanden - also durchaus figurfreundlich waren :).
Als wir gegen 2 Uhr die Tavernaki verließen, drängten immer noch Menschen hinein. Wir hingegen waren froh wieder frische Luft atmen zu können. Zu Hause angekommen fielen wir totmüde ins Bett und schliefen zu den Klängen der Bouzoukia ein. http://www.youtube.com/watch?v=lLjMtuqhv0I http://www.youtube.com/watch?v=9Y6I2hLN4LQ ![]() ... link (1 Kommentar) ... comment Sonntag, 6. November 2011
Die Stadt, die verrückt macht...
die auswanderer, 19:30h
Vor rund einem Monat begann eine Geschichte, die nun ein glückliches Ende gefunden hat: Die Geschichte unseres Studentenausweises.
Alles begann damit, dass wir ohne eine Ahnung, was auf uns zukommen wird, ins Erasmus-Büro gingen, um uns nach unserem Studentenausweis zu erkundigen. In diesem Gebäude (Gebäude A) erhielten wir eine To-Do-Liste mit Dingen, die wir machen müssen, um unseren Ausweis zu erhalten. So weit, so gut. Weiter ging es zur Bibliothek (Gebäude B), um uns im Computersystem der Uni zu registrieren. Mit den dort ausgestellten Papieren ging es weiter zum Sekretariat der Geschichte (Gebäude C). Dort mussten wir jeweils 2 Passfotos abgeben und ein Formular ausfüllen. Damit sollte für uns, so dachten wir, die Sache erledigt sein. Wenige Tage später erfuhren wir von einem Kommilitonen, dass man sich seit diesem Semester noch zusätzlich online registrieren muss, um den Studentenausweis, genannt PASO, zu erhalten. Also setzten wir uns mit Wörterbuch und starken Nerven einige Stunden vor den Computer, um festzustellen, dass das Ganze leider nicht funktioniert. Es ging also wieder zum Gebäude C, wo uns erklärt wurde, dass wir zu Hause einen Fehler gemacht haben müssen und es erneut zu Hause versuchen sollen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen fanden wir uns am nächsten Morgen im Gebäude A ein. Die Erasmus-Beauftragten konnten/wollten uns nicht helfen, gaben uns aber den tollen Rat, unser Problem bei Facebook zu posten, um online Hilfe zu erhalten. Da uns dieser Rat vom "Fachpersonal" nicht ausreichte, ging es erneut zum Schalter im Gebäude C. Mit Hilfe der Sekretärin und viel Geduld der wartenden Kommilitonen, stellte sich heraus, dass unser Account defekt sein muss. Mit diesem Wissen wurden wir wieder zum Gebäude B geschickt, um uns einen neuen Account anfertigen zu lassen. Diesmal klappte die Online-Registrierung hervorragend. Einzige Schwierigkeit war, dass wir dutzende Fragen auf Griechisch beantworten mussten, zum Beispiel die Frage nach einem Handyladen unserer Wahl (?!). Nun, 3 Wochen nach offiziellem Semesterbeginn, erhielten wir eine SMS, in der stand, dass wir unseren PASO von heute an in dem von uns angegebenen Handyladen abholen können. Ungläubig begaben wir uns in das Geschäft und fragten zögernd die Angestellte nach unserem Studentenausweis. Ganz selbstverständlich erfragte sie unsere Namen, nahm aus einer der vielen Kisten 2 Umschläge heraus, verlangte 2,50 Euro und übergab uns die lang ersehnten PASOs. Wer glaubt, dass eine solche Geschichte nur in den griechischen Unis passieren kann, der liegt falsch, wie folgendes Beispiel zeigen wird: Für die Dauer unseres Griechenland-Aufenthalts besuchen wir einen Griechisch-Sprachkurs, den wir aus eigener Tasche bezahlen müssen. Wir gingen davon aus, dass man uns zu gegebener Zeit ein Überweisungsformular geben würde. Wie aus heiterem Himmel bekamen wir eine Email, dass wir binnen der nächsten beiden Tage die Kursgebühr auf ein Konto bei der Piräus-Bank überweisen müssen, um weiterhin am Kurs teilnehmen zu dürfen. Da die Banken hier nur bis 14.00Uhr geöffnet haben, mussten wir uns beeilen. So ging es am nächsten Morgen eine Viertelstunde vor Öffnung zu unserer Bank, der griechischen Nationalbank, um langes Warten zu umgehen und das Geld zu überweisen. Wir begaben uns zum ersten freien Mitarbeiter, der uns erklärte, dass eine Inlandsüberweisung zwischen zwei verschiedenen Banken immer 8Euro Überweisungsgebühr kostet. Wir sollten stattdessen das Geld bar bei der Piräus-Bank einzahlen. Also stellten wir uns am Auszahlungsschalter unserer Bank an, füllten alle notwendigen Formulare aus, packten das Bargeld ein und gingen auf kürzestem Weg zur Piräus-Bank. Dort suchten wir den richtigen Schalter, füllten die notwendigen Formulare aus, übergaben das Bargeld und erhielten eine Quittung. Mit dieser in der Tasche begaben wir uns zum Büro der Sprachschule. Dort eine wenig begeisterte Mitarbeiterin die Quittungen entgegen und warf sie auf einen unübersichtlichen Papierstapel. Auf Anfrage einer Zahlungsbestätigung wurde die Dame noch mürrischer, kopierte und übergab uns die Quittungen und ward nicht mehr gesehen… ![]() ![]() ... link (1 Kommentar) ... comment ... older stories
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