| Thessaloniki 2011/12 |
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Sonntag, 6. November 2011
Die Stadt, die verrückt macht...
die auswanderer, 19:30h
Vor rund einem Monat begann eine Geschichte, die nun ein glückliches Ende gefunden hat: Die Geschichte unseres Studentenausweises.
Alles begann damit, dass wir ohne eine Ahnung, was auf uns zukommen wird, ins Erasmus-Büro gingen, um uns nach unserem Studentenausweis zu erkundigen. In diesem Gebäude (Gebäude A) erhielten wir eine To-Do-Liste mit Dingen, die wir machen müssen, um unseren Ausweis zu erhalten. So weit, so gut. Weiter ging es zur Bibliothek (Gebäude B), um uns im Computersystem der Uni zu registrieren. Mit den dort ausgestellten Papieren ging es weiter zum Sekretariat der Geschichte (Gebäude C). Dort mussten wir jeweils 2 Passfotos abgeben und ein Formular ausfüllen. Damit sollte für uns, so dachten wir, die Sache erledigt sein. Wenige Tage später erfuhren wir von einem Kommilitonen, dass man sich seit diesem Semester noch zusätzlich online registrieren muss, um den Studentenausweis, genannt PASO, zu erhalten. Also setzten wir uns mit Wörterbuch und starken Nerven einige Stunden vor den Computer, um festzustellen, dass das Ganze leider nicht funktioniert. Es ging also wieder zum Gebäude C, wo uns erklärt wurde, dass wir zu Hause einen Fehler gemacht haben müssen und es erneut zu Hause versuchen sollen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen fanden wir uns am nächsten Morgen im Gebäude A ein. Die Erasmus-Beauftragten konnten/wollten uns nicht helfen, gaben uns aber den tollen Rat, unser Problem bei Facebook zu posten, um online Hilfe zu erhalten. Da uns dieser Rat vom "Fachpersonal" nicht ausreichte, ging es erneut zum Schalter im Gebäude C. Mit Hilfe der Sekretärin und viel Geduld der wartenden Kommilitonen, stellte sich heraus, dass unser Account defekt sein muss. Mit diesem Wissen wurden wir wieder zum Gebäude B geschickt, um uns einen neuen Account anfertigen zu lassen. Diesmal klappte die Online-Registrierung hervorragend. Einzige Schwierigkeit war, dass wir dutzende Fragen auf Griechisch beantworten mussten, zum Beispiel die Frage nach einem Handyladen unserer Wahl (?!). Nun, 3 Wochen nach offiziellem Semesterbeginn, erhielten wir eine SMS, in der stand, dass wir unseren PASO von heute an in dem von uns angegebenen Handyladen abholen können. Ungläubig begaben wir uns in das Geschäft und fragten zögernd die Angestellte nach unserem Studentenausweis. Ganz selbstverständlich erfragte sie unsere Namen, nahm aus einer der vielen Kisten 2 Umschläge heraus, verlangte 2,50 Euro und übergab uns die lang ersehnten PASOs. Wer glaubt, dass eine solche Geschichte nur in den griechischen Unis passieren kann, der liegt falsch, wie folgendes Beispiel zeigen wird: Für die Dauer unseres Griechenland-Aufenthalts besuchen wir einen Griechisch-Sprachkurs, den wir aus eigener Tasche bezahlen müssen. Wir gingen davon aus, dass man uns zu gegebener Zeit ein Überweisungsformular geben würde. Wie aus heiterem Himmel bekamen wir eine Email, dass wir binnen der nächsten beiden Tage die Kursgebühr auf ein Konto bei der Piräus-Bank überweisen müssen, um weiterhin am Kurs teilnehmen zu dürfen. Da die Banken hier nur bis 14.00Uhr geöffnet haben, mussten wir uns beeilen. So ging es am nächsten Morgen eine Viertelstunde vor Öffnung zu unserer Bank, der griechischen Nationalbank, um langes Warten zu umgehen und das Geld zu überweisen. Wir begaben uns zum ersten freien Mitarbeiter, der uns erklärte, dass eine Inlandsüberweisung zwischen zwei verschiedenen Banken immer 8Euro Überweisungsgebühr kostet. Wir sollten stattdessen das Geld bar bei der Piräus-Bank einzahlen. Also stellten wir uns am Auszahlungsschalter unserer Bank an, füllten alle notwendigen Formulare aus, packten das Bargeld ein und gingen auf kürzestem Weg zur Piräus-Bank. Dort suchten wir den richtigen Schalter, füllten die notwendigen Formulare aus, übergaben das Bargeld und erhielten eine Quittung. Mit dieser in der Tasche begaben wir uns zum Büro der Sprachschule. Dort eine wenig begeisterte Mitarbeiterin die Quittungen entgegen und warf sie auf einen unübersichtlichen Papierstapel. Auf Anfrage einer Zahlungsbestätigung wurde die Dame noch mürrischer, kopierte und übergab uns die Quittungen und ward nicht mehr gesehen… ![]() ![]() ... comment
mueller erika,
Montag, 7. November 2011, 00:01
Ende gut, alles gut!!!
Trotz Megastress doch noch ein gutes Ende in Sachen Studentenausweis und Sprachkurszahlung und in einigen Jahren sicher eine wunderbare Erinnerung.
Die neuen Studentenausweise sind aber auch etwas ganz Besonderes und sicher nicht mit Geld zu bezahlen. Erika ... link ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2013.07.10, 09:43 status
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