| Thessaloniki 2011/12 |
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Sonntag, 18. März 2012
Skopje
die auswanderer, 20:35h
Für unsere Reise ins benachbarte Mazedonien scheute die Reiseagentur weder Kosten noch Mühen, um uns die Vorteile des deutschen TÜVs zu präsentieren. Nicht nur, dass man in dem Reisebus jede Bodenwelle spürte, auch blieb die Vordertür auf der Autobahn so lange offen, bis der Busfahrer seine Heimwerkerqualitäten unter Beweis stellte und diese nach der Grenze mit einem auf der Straße gefundenen Holzstück notdürftig "flickte". Mangels eines intakten Abblendlichtes fuhren wir die Hälfte der Strecke im Dunkeln, die andere Hälfte mit Fernlicht...
In Skopje angekommen wurden wir direkt von einem Taxifahrer übers Ohr gehauen, doch entschädigte das schöne Shanti-Hostel mit den netten Herbergseltern (Maya und Petar) für die bis dato spezielle Hinfahrt. Die Stadt an sich befindet sich im Moment im Umbruch. Wohin man schaut sieht man Renovierungsarbeiten und Neubauten. Ebenfalls auffällig sind die unzähligen Statuen und Landesflaggen, wobei die mehr als gigantische Alexanderstatue herausragt. Mazedonien gehörte zu Jugoslawien, bevor es 1991 seine Unabhängigkeit erlangte. Seither ist das Land auf der Suche nach einer historischen Identität, was Konflikte mit dem Nachbarn Griechenland, insbesondere der Provinz Makedonien, bringt. Beispielsweise verweigern die Griechen als einziges EU-Land den Namen Mazedonien und nennen es stattdessen FYROM (Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, englisch: Former Yugoslav Republic of Macedonia, kurz FYROM). Die oben erwähnte Alexanderstatue vermindert diesen Konflikt natürlich nicht, da beide Länder in Alexander dem Großen ihren Nationalhelden sehen. Obwohl in Mazedonien ca. 45% Atheisten leben, ist das Stadtbild von zahlreichen Moscheen und orthodoxen Kirchen geprägt. Besonders schön ist der größte Basar des Balkans, auf dem man wirklich alles für wenig Geld erwerben kann. Die einzelnen Marktstände sind mit Wellblech-Dächern verbunden, was den Anschein erweckt, man befinde sich in einer großen Markthalle, aber man ist die ganze Zeit im Freien. Highlight und krönender Abschluss war mal wieder das Abendessen, bei dem wir sämtliche regionale Spezialitäten ausprobierten. Da wir mit einem Bärenhunger in das Restaurant kamen und dementsprechend eifrig bestellten, verschätzten wir uns leicht in der Menge, da alle Speisen wirklich billig waren und wir mit kleineren Portionen gerechnet hatten. Nur 12€ ärmer und mit vollem Bauch beendeten wir schließlich den Tag in Skopje. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2013.07.10, 09:43 status
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