Thessaloniki 2011/12
Dienstag, 26. Juni 2012
Milos
Schon beim Einlaufen des Schiffes gefiel uns die Insel Milos, die den Charme von Santorini und die Gemütlichkeit von Tinos besitzt. Nach Sonnenuntergang machten wir einen Spaziergang am Meer entlang, nahmen unser Abendessen ein und beobachteten, dass sich sämtliche Familien des Ortes im Hafenbereich einfanden, um den Abend gemeinsam zu verbringen. Am nächsten Tag buchten wir last-minute einen Kajak-Trip, bei dem auch Schnorcheln dabei sein sollte. Auf unserer Route entlang der Süd-Küste konnte man sämtliche Gesteinsformationen und –Farben der vulkanisch entstandenen Insel entdecken. Auch paddelten wir häufig mit unseren Kajaks in kleine Höhlen, in denen schlagartig Dunkelheit herrschte und man sehr schöne fluoreszierende in allen Farben schimmernde Algen beobachten konnte. Bei unserer ersten Paddel-Pause an einem schönen weißen Sandstrand bekamen wir die Möglichkeit zum Klippenspringen. Obwohl es nicht sehr hoch war, wurde einem beim Hinunterschauen mulmig zumute, da man aufgrund der Klarheit des Wassers nicht einschätzen konnte, wie tief das Meer an dieser Stelle wirklich war. Den zweiten und letzten Stopp nutzten wir trotz schwindender Energiereserven zum Schnorcheln in den Höhlensystemen, zum Sonnenbaden und zum verdienten Mittagessen. Noch nie haben einfache Sandwiches so gut geschmeckt. Der Rückweg stellte sich als Gewaltakt heraus, da wir mit ständigem Gegenwind, großen Wellen und starken Strömungen zu kämpfen hatten. Als wir am Ende unserer Kräfte die 17km lange Strecke beendet hatten, bestaunten wir die weiße Salzschicht, die sich scheinbar überall an unserem Körper befand.
Am Abend mussten wir uns gegenseitig aufraffen, um die kleine Hafenstadt wenigstens kurz zu erkunden. Besonders schön waren die kleinen Boutiquen mit selbst gemachtem Schmuck. Unseren letzten Morgen auf Milos verbrachten wir am verwaisten Stadtstrand und genossen die Stille und das Meer.











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Sonntag, 24. Juni 2012
Santorini
Da Santorini die meist besuchte Kykladen-Insel ist, erwarteten wir weiße Sandstrände und viele Badebuchten. Doch bereits bei der Ankunft mit dem Schiff und der darauf folgenden Bustour nach Fira, der Hauptstadt der Insel, wussten wir, dass wir ein anderes Santorini erleben werden. Die durch zahlreiche Vulkanerruptionen entstandene Insel zeichnet sich vor allem durch die Gesteinsfärbungen an den gigantischen Klippen aus. Sandstrände allerdings sucht man vergebens, stattdessen gibt es den roten, schwarzen und weißen Strand, die aus vulkanischem Gestein bestehen. Unser Highlight war der Bootsausflug auf den schlafenden Vulkan Nea Kameni und einem Bad in den heißen Quellen von Palea Kameni. Während die Temperaturen sehr angenehm waren, störte lediglich der schweflige Geruch der Gase aus den Fumerolen, der allgegenwärtig war. Den Sonnenuntergang schauten wir uns mit sämtlichen Touristen der Insel in Ia an.
Die Hauptstadt Fira ist leider ein Opfer der Tourismuswelle geworden. Dort findet man nur Luxus-Boutiquen für besser betuchte Inselgäste. Charakeristisch hierfür ist auch die Tatsache, dass viele Betreiber von Geschäften weder Griechen sind noch griechisch sprechen können.
Unser Hotel, die Villa Irini, war ein absoluter Hauptgewinn, dank des netten Besitzers John und seiner Familie, die uns jeden Wunsch erfüllten. So bekamen wir sogar die Möglichkeit zu fischen, da John uns seine Angel lieh. Ergebnis: Ein leckeres Abendessen, bestehend aus 4 sehr kleinen Fischen und stundenlanger Betrachtung des Wellengangs. Das EM-Spiel Deutschland gegen Griechenland schauten wir in einer Taverne am Strand. Beim 1:0 für Deutschland wussten wir nicht, ob wir unserer Freude freien Lauf lassen können, da wir uns ja schließlich im "Feindesland" befinden. Allerdings merkten wir schnell, dass um uns herum nur deutsche Touristen sind. Für einen Tag liehen wir uns ein Quad, um auf eigene Faust die Insel zu erkunden und auch die archäologischen Stätten, Akrotiri und Archea Thira, sehen zu können. Dies sind Überreste der minoischen Kultur, die auch auf Kreta zu finden ist. Besonders zu empfehlen ist die noch aktive und komplett überdachte Ausgrabungsstätte Akrotiri. Dort können dank vergangener Vulkanausbrüche noch heute tolle Funde gemacht werden, weil diese dadurch konserviert wurden.

Blick von Nea Kameni





Sonnenuntergang über Ia





Der rote Strand

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Donnerstag, 21. Juni 2012
Ios
Angekommen in Gialos, dem Fährhafen von Ios, erkannten wir direkt, dass wir uns auf einer verschlafenen und wenig bevölkerten Insel befinden. Von den Massen an Partysüchtigen, die jeden Sommer die Insel bevölkern, fehlte jede Spur. Die Hauptstadt, die wie auf jeder Kykladeninsel Chora heißt, befindet sich eine 30minütige Bergwanderung vom Hafen entfernt. Dafür bietet sich vom höchsten Punkt der Chora., auf dem sich drei kleine Kapellen befinden, eine tolle Aussicht, die bei gutem Wetter bis nach Santorini und Naxos reicht. Archäologischer Höhepunkt der Insel ist die bronzezeitliche Siedlung Skarkos, die allerdings ausgerechnet bei unserem Besuch geschlossen hatte. Abenteuerlustig und wissbegierig versuchten wir uns als Einbrecher, kletterten grazil über die Mauer und schlichen über die Ausgrabungsstätte. Leider mussten wir auf halbem Weg den Rückzug antreten, da sich an diesem Tag ein Ausgrabungsteam dort arbeitete und kurz davor war uns zu ertappen. Auch befindet sich auf Ios das angebliche Grab des Dichters Homer. Dieser bekam von hiesigen ein Rätsel gestellt, welches er nicht zu lösen vermochte und daraufhin vor lauter Kopfzerbrechen frustriert starb. Wir hingegen entschieden uns gegen geistige Arbeit und statteten anstelle Homers Grab dem Milopotas-Strand einen Besuch ab. Dort entdeckten wir beim Schwimmen einen gigantischen Riss im Meeresboden, der vermutlich aufgrund vulkanischer Aktivität entstanden ist. Unser letzter Abend hier wurde von einem wunderbaren Fischessen, mit frisch gefangenem gegrilltem Fisch, gekrönt. Dabei entstand der Plan uns auf Santorin eine Angel zu bauen, bzw. zu leihen, um selbst diese Köstlichkeiten an Land zu ziehen. Mal abwarten…







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