| Thessaloniki 2011/12 |
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Sonntag, 2. Oktober 2011
Edessa
die auswanderer, 14:07h
Wir wollten unseren Gästen Marion und Andreas etwas Besonderes bieten und mit ihnen zu Griechenlands schönsten Wasserfällen fahren. Nach anfänglicher Ernüchterung wurde der Tag zu einem richtigen Abenteuer. Wir kämpften uns vom Wasserfall durch Gestrüpp hinab ins Tal, ernteten dabei wildwachsende Früchte (Feigen, Brombeeren, Granatäpfel...) und erkundeten antike Straßen. Aus Dank für das Zurückbringen eines entlaufenen Hundes erhielten wir eine Flasche Rotwein aus eigener Herstellung. Der Grieche bestand darauf mit uns auch noch seinen eigenen Schnaps zu probieren, was wir aus Zeitgründen ablehnen mussten. Auf dem Rückweg witzelten wir, was der Mann wohl in den Wein gemischt hat, da der deutschen Skepsis die griechische Gastfreundlichkeit einfach fremd ist. Der krönende Abschluss dieses schönen Tages war das gemütliche Frappe-Trinken nach dem extrem steilen Aufstieg aus dem Tal.
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Montag, 26. September 2011
Was bisher sonst so geschah
die auswanderer, 22:09h
Leider erleben wir nicht jeden Tag die spannendsten Geschichten, um auf unserem Blog darüber zu schreiben. Hier ein paar Anekdoten…
Endlich haben wir die zeitintensive Sprachschule beendet und äußerst erfolgreich abgeschlossen (93 von 100 Punkten). Dies schützt uns leider nicht vor sprachlichen Missverständnissen. Hier zwei Beispiele: In der Bäckerei wollte Freddy ein dunkles Brot bestellen, was auf Griechisch ψωμί (psomi) heißt. Im Eifer des Gefechts bestellte er allerdings ψάρι (psari), zu Deutsch „Fisch“. Da dies jedoch unsere Stammbäckerei ist, bekam er trotzdem ein dunkles Brot mit einem Schmunzeln gereicht. Auf dem Markt wollte Juli Oliven kaufen. Doch leider bestellte sie statt 200 Gramm (γραμμάρια = grammaria) 200 Buchstaben (γράμμα = gramma). Am Ende gab es dann aber dennoch Oliven zum Mittagessen. Die Griechen freuen sich einfach, dass man versucht Griechisch zu sprechen und sind wahnsinnig geduldig und hilfsbereit. Obwohl wir uns hier sehr wohl fühlen, fehlt uns in manchen Momenten doch sehr die Heimat. Deshalb haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, bis ans Ende der Stadt zu fahren, nur um unser deutsches Lieblingsmüsli zu kaufen und eine Kaffeemaschine für Filterkaffee zu erwerben. Nach über einem Monat Griechenland kommt uns doch Manches noch wie im Irrgarten vor. So bestreiken die Studenten immer mal wieder die Gebäude der Uni. Das Gute ist, dass wir mittlerweile wissen, dass jedes Gebäude der Uni eine eigene Cafeteria besitzt und ihre Türen immer offen sind, sodass man darüber in die bestreikten Gebäude gelangt. Ebenso wurde aus dem geplanten und groß angekündigten Tischtennis Trainingsprogramm zur Saisonvorbereitung (5x pro Woche) dann doch nichts, da auch alle Turnhallen der Stadt bestreikt werden. Den Pförtner der Uni-Sporthalle, die definitiv geöffnet ist, haben wir immer noch nicht durchschaut, da er uns immer erklärt, dass die Verwaltung geschlossen ist, wobei wir am nächsten Morgen von Kommilitonen immer erfahren, dass sie am Vortag ihren Sportausweis in der Verwaltung erhalten haben. Morgen starten wir einen neuen Versuch und hoffen auf einen gut gelaunten Pförtner. Leider müssen wir uns von vielen Freunden verabschieden, die an andere Universitäten weiterziehen. Die gemeinsamen Abende werden aber in schöner Erinnerung bleiben. Aber wir freuen uns auf unsere Besucher aus Deutschland (Mary + Bu), mit denen wir sicherlich eine schöne Woche, über die es zu berichten lohnt, erleben werden. ![]() ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment PAOK - AEK
die auswanderer, 21:14h
Gestern waren wir beide auf dem Fußballspiel zwischen PAOK Saloniki und AEK Athen. Um zum Stadioneingang zu gelangen, mussten wir erst an einer endlosen Schlange von Fress- und Trinkbuden vorbei. Da jede Bude ihren eigenen Holzkohlegrill in Betrieb hatte, war die Sicht sehr begrenzt. Der Weg war jedoch einfach zu finden, da man nur der schwarz gekleideten Masse und dem Lärm folgen musste. Vor dem Eingang haben wir uns mit Florian und ein paar Griechen getroffen und sind gemeinsam ins Stadion gegangen. In Griechenland gibt es keinerlei Eingangskontrollen, was sich während des Spiels durch permanentes Abbrennen von Bengalos (rote Leuchtfackeln), Werfen von Böllern auf das Spielfeld, kiffende Fans und durch in den Himmel geschossene Feuerwerkskörper bemerkbar machte. Die Stimmung war gigantisch und Lieder verfolgten uns noch am nächsten Morgen:
"Οοοο Παοκάρα, έχω τρέλα μεσ' το μυαλό, όπου και να παίζεις πάντα θα σ' ακολουθώ, για σένα θα πεθάνω και για σένα μόνο ζω." Übersetzt heißt das Lied in etwa: "PAOK, du machst mich verrückt, ich werde dir immer folgen, nur für dich leben, für dich sterben!" - der Text klingt nur halb so fanatisch wie die Fans in Wirklichkeit sind. Kleine Notiz am Rande: PAOK gewann verdient 3:0. ![]() ![]() ![]() ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 24. September 2011
Pella
die auswanderer, 23:23h
Heute haben wir unseren ersten Ausflug auf eigene Faust unternommen. Das Ziel war Pella, die ehemalige Hauptstadt des makedonischen Reiches und Geburtsort Alexander des Großen.
Alles begann damit, dass wir uns Tickets für den Stadtbus am besetzten Ticketschalter kaufen wollten, dort aber an den nächsten Kiosk verwiesen wurden. Hier in Griechenland hört man irgendwann auf, sich über so etwas zu wundern:) Mit Hilfe unserer Griechischkenntnisse gelang es uns, zwei Tickets im Wert von 2,50€! für die 50km lange Strecke zu erwerben und in den richtigen Bus einzusteigen. Als der Busfahrer nach 45 Minuten durch den Bus rief, ob jemand hier in Pella aussteigen möchte (Anmerkung: auf dem Bus stand Endstation Pella!) stiegen wir als einzige Passagiere des voll besetzten Busses mitten im Nirgendwo aus. Der anschließende 3km lange Fußmarsch wurde durch die sich am Straßenrand befindlichen Feigenbäume versüßt. Sowohl das Archäologische Museum, als auch die Ausgrabungsstätte rechtfertigten unsere Mühen. Es war absoluter Wahnsinn sich auf einer aktiven Ausgrabungsstätte zu bewegen, die Instrumente zu sehen und die Fortschritte der Archäologen vor Augen zu haben. Wir hätten uns trotz Hitze und Staub am liebsten selbst einen Spaten geschnappt und uns auf Schatzsuche begeben. Auf dem Rückweg zur Bushaltestelle hat Freddy den großen Fehler gemacht, sich von Juli dazu überreden zu lassen, sein mit Liebe geschmiertes einziges Schinkenbrötchen einem streunenden Hund zu schenken. Ergo: Von da an hatten wir einen treuen Wegbegleiter, der uns sogar in den Bus folgen wollte und hinter uns an der geschlossenen Bustür gekratzt hat... ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2013.07.10, 09:43 status
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